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Gabelservice, Dichtringe wechseln
#1
Hallo, meine Tw ist ja schon länger am rechten Gabelholm inkontinent. Da demnächst aber eine verschärfte HU ansteht (habe letztes Jahr versäumt, rechtzeitig einen neuen Hinterreifen zu besorgen) und inzwischen auch ziemlich viel Öl flöten geht, würde ich das gerne vor Saisonbeginn endlich mal machen.

Dazu hatte ich schon länger eine Frage (1) und gerade hat sich beim Blick ins Werkstatthandbuch eine neue aufgetan (2):

1. Das Spezialwerkzeug ("T-handle"), mit dem die Dämpferstange zum Lösen gehalten wird, besteht aus einer Sechskantnuss mit angeschweißtem Halter, oder ? Welche Schlüsselweite ? Spezielle, schlanke Nuss erforderlich ? Mag mir eventuell jemand gegen Aufwandsentschädigung ein Werkzeug bauen und schicken, mit dem es dann auch sicher klappt ? Möchte beim Schrauben ungern auf Hindernisse stoßen und das ganze an einem Tag erledigen.

2. Braucht man als Gegenwerkzeug zum Lösen der Dämpferstange ("Damper rod holder") zwingend auch ein Spezialwerkzeug oder ist da genug Platz für normales Werkzeug ? Die Tw steht leider grad 30km weg, drum kann ich nicht schauen und ich komme klausurbedingt auch die nächsten Wochen nicht mehr hin, würde aber gern einstweilen alle Teile zusammenstellen.

Viele Grüße und vielen Dank, Felix
Grüße, Felix
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#2
Hallo Felix
Falls du einen Schlagschrauber hast,kannst du es auch auf die etwas gröbere Art machen ! Rolleyes

Gabelholme rausbauen,Faltenbalg weg,alles etwas säubern.
Verschlüssstopfen aufmachen uns altes Öl raus,
danach Feder und Deckel wieder rein machen.
Die Feder spannt die Gabel etwas vor,so kannst du mit einer guten Imbusnuss und 
einem Schlagschrauber die untere Imbusschraube lösen.

Denk das bekommst du schon hin !
evtl,kann ich dir auch so ein Halter bauen,hab nur Momentan die Grippe.
grüsse von bernd
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#3
Hallo Bernd, danke für Deine Antwort und erstmal natürlich noch gute Besserung! Schlagschrauber habe ich nur einen manuellen und schon den setze ich sparsam ein. Mir wär's mit passendem Spezialwerkzeug lieber, ich schreib dir mal eine PN dazu.

War heute noch kurz in der Garage und hab die Tw etwas verschoben (die arme steht sich jetzt schon seit bald 4 Monaten die Reifen platt...Dodgy). Falls es sonst noch jemanden betrifft: Die Schraube, mit der die Dämpferstange im Rohr gehalten wird, schaut unten aus dem Tauchrohr raus (Innensechskant) und ist wirklich normal mit Nuss + Bit oder spätestens mit Sechskantschlüssel + Ringschlüssel zu erreichen. Also unkritisch. Keine Ahnung, warum im Werkstatthandbuch ein Spezialwerkzeug angeführt wird.
Grüße, Felix
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#4
Klar, an die Schraube von Unten her ran zu kommen, das ist kein Problem.
Nur wenn man diese dreht, dann dreht sich die Dämpferstange mit.
Die Verzahnung ist ein 12 Kant, mit einer 19er Mutter kommt man da rein, aber nur, wenn die Kanten angeschrägt sind.

Dazu habe ich eine alte Schwingenachse (die durch den Motorblock geht) genommen und die alte zugehörige Mutter darauf fest geschweißt.
Ich weiß gar nicht, ob es Muttern mit einer 18er Schlüsselweite gibt. Die könnten vielleicht besser passen.
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#5
Hallo Sebastian, vielen Dank auch für diesen Tip. Bernd hat mir letzte Woche schon ein Werkzeug gebaut, damit werde ich es jetzt kommendes Wochenende angehen. 10-15°C sind vorhergesagt, ich drücke mir da einfach mal selbst die Daumen. Vor zwei Wochen hab ich bei -5°C (in der Garage immerhin noch um 0°C) am Auto Öl gewechselt und Ventile eingestellt, da sind mir zum Schluss fast die Flossen abgefroren. Confused
Grüße, Felix
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#6
Moin miteinander, habe den Gabelservice nun also vor einiger Zeit durchgezogen und wollte hier nochmal kurz berichten. Dank Bernds Werkzeug (und kurzem Nachfeilen an der verbauten Mutter) war die Sache mit den verschraubten Dämpferrohren einigermaßen handelbar. Dafür nochmals vielen Dank, Bernd. Smile Eins hab ich aber gelernt: Ein großer Schraubstock kommt beim Lösen bzw. Festschrauben sehr gelegen! In Ermangelung eines solchen mussten meine Schwester und mein Dad mit anpacken....

Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen:
   

Eine piekfein saubere Gabel und die Dämpfung ist jetzt auch wieder vernünftig vorhanden. Die alte Brühe bestand zur Hälfte aus Wasser, stank ordentlich und wie sehr die Maschine damit beim Einfedern nachgeschaukelt hat, hab ich erst richtig gemerkt, als das neue Öl drin war.
Grüße, Felix
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