Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Einstellung Kurbelwelle und Nockenwelle
#1
Moin,

ein paar Fragen an die Experten: Wir bauen eine gebrauchten Motor ein, der bisher noch nie gelaufen ist. neulich war alles fertig und er sprang an! Musste aber mit viel Gas am Laufen gehalten werden. Außerdem klang er sehr hart, was der vorherige Motor nicht tat.
Wir wollen die Einstellung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle prüfen. Dazu folgende Fragen und Bilder.

Die Strichmarkierung auf dem Polrad ist die rechte?

   

Wenn die Kette auf dem Nockenwellenrad um einen Zahn weiter nach links legt, passt es ähnlich ungenau wie vorher. Nur eben nach Links statt nach Rechts. Der Strich täuscht, der Zahn liegt genau dazwischen.

   

Was ist zu tun?

Gruß
Andreas
Zitieren
#2
(08.06.2018, 20:04)Eccobra schrieb: Wir bauen eine gebrauchten Motor ein, der bisher noch nie gelaufen ist.

Was nun: Gebraucht oder nie gelaufen ?

(08.06.2018, 20:04)Eccobra schrieb: Musste aber mit viel Gas am Laufen gehalten werden. Außerdem klang er sehr hart, was der vorherige Motor nicht tat.

Vielleicht blöde Frage, aber Öl ist drin ?
Grüße, Felix
Zitieren
#3
Naja, ein gebrauchter Motor, der einen neuen Kolben und einen überarbeiten Zylinder bekommen hat. 
Wir haben ihn so gekauft und er ist nach dem Zusammenbau beim Verkäufer - wahrscheinlich - noch nicht gelaufen.

Öl ist drin!

Vergaser war im Ultraschallbad und ist sauber. 
Gibt es ein Ca.-Maß, wie weit die Leerlaufregulierschraube rein oder raus gucken muss - ähnlich der Gemischregulierung?

Gruß Andreas
Zitieren
#4
hallo,
kurbelwelle gegen uhrzeigersinn drehen,an dem langezogenen H vorbei,
genau auf den einen strich !
dann sollte die nockenwellen-markierung mit strich übereinstimmen.
falls ein zahn versetzt,kette richtig auflegen.
falls ein halber zahn versetzt,würde ich die kette erneuern.(verschlissen)
grüsse von bernd
Zitieren
#5
Das ließt sich nicht schön! 
Zumal wir beim probehalber Umsetzen der Kette folgendes feststellen mussten:
Nach dem Entspannen der Kette hatte das Nockenwellenzahnrad bzw. die Welle im Lager rd. 0,5 bis 1 mm Spiel. Das ist sicher nicht normal oder?

Gruß
Andreas
Zitieren
#6
Bei der Recherche stelle ich fest, dass man das Nockenwellenlager ausbauen und auswechseln kann. Sehr praktisch! 
Geht das bei eingebautem Motor und abgebautem Zahnrad einfach so:
Lagerhalter entfernen, Lager herausnehmen, neues Lager einstecken und Lagerhalterung wieder befestigen?

Da wäre zu einfach. 
Muss man das Lager auspressen / abziehen und das neu einpressen? Liegt der Motor oder der Zylinderkopf auf der Werkbank oder bleibt alles zusammengebaut im Krad? Wer hat das schon mal gemacht?
Weiterhin soll das Lager 6005 passen. Ohne Umbauten einfach so?

Ich weiß, ich löchre Euch mit Frage, aber das Krad muss wieder laufen. Der Junior hat sein Taschengeld investiert und wird langsam ungeduldig. 

Gruß
Andreas
Zitieren
#7
(10.06.2018, 14:55)RAPTOR schrieb: falls ein halber zahn versetzt,würde ich die kette erneuern.(verschlissen)

Wie ist denn da deine Erfahrung, Bernd ? Ich hab ja an meiner Tw bei 24.000km unter anderem die Steuerkette getauscht (Nockenwelle lief 1/2 Zahn nach) und dabei feststellen müssen, dass die NW auch mit der neuen Kette deutlich nachläuft. Schlimm dürfte das nicht sein, meine Tw fuhr jedenfalls vorher wie nachher gleich gut.

(11.06.2018, 15:30)Eccobra schrieb: Nach dem Entspannen der Kette hatte das Nockenwellenzahnrad bzw. die Welle im Lager rd. 0,5 bis 1 mm Spiel. Das ist sicher nicht normal oder?

Ist die Frage, wohin. Axial kann das so in Ordnung gehen, da sind erneut Leute mit mehr Erfahrung gefragt. Radial darf jedenfalls kein merkliches Spiel da sein!

(11.06.2018, 15:51)Eccobra schrieb: Geht das bei eingebautem Motor und abgebautem Zahnrad einfach so:
Lagerhalter entfernen, Lager herausnehmen, neues Lager einstecken und Lagerhalterung wieder befestigen?

So steht es mehr oder weniger im Wartungshandbuch für die '99er. Schau mal auf Sebastians Seite unter "Dokumente für die TW", da ist es zu finden: http://www.tw-parts.com/macbig2k1/

(11.06.2018, 15:51)Eccobra schrieb: Muss man das Lager auspressen / abziehen und das neu einpressen?

--> Ja, scheint aber keine großen Kräfte zu brauchen (vgl. S. 4-13)


(11.06.2018, 15:51)Eccobra schrieb: Weiterhin soll das Lager 6005 passen. Ohne Umbauten einfach so?

Sehr wahrscheinlich sogar ist das ein Lager von der Stange. Alles andere hätte den Verkaufspreis der TW empfindlich beeinflusst. Angel Welcher Typ genau weiß ich leider nicht, mit ein bisschen Glück ist die Beschriftung aber noch lesbar.


(11.06.2018, 15:51)Eccobra schrieb: Der Junior hat sein Taschengeld investiert und wird langsam ungeduldig.

Wir fühlen mit euch  Sad
Grüße, Felix
Zitieren
#8
Vielen Dank für die bisherigen Tipps. Wir werden das am Wochenende mal angehen. Als Standardlager habe ich ein offenes Rillenkugellager 6005 besorgt (9€). Mal sehen ...
Ich werde berichten.
Gruß Andreas
Gruß
Andreas
Zitieren
#9
Mit welcher Lagerluftgruppe ? CN ? Bei den Temperaturen im Zylinderkopf würde ich C3 oder C4 erwarten, also mehr Radialspiel. Das CN könnte dann binnen kürzester Zeit eingehen (hohe Vorspannung --> Anstieg der Hertz'schen Pressung --> Wälzermüdung und Pitting). Schau bitte wirklich gut nach, ob du eine Beschriftung findest. Hab mal gerade im meinem Wälzlagerkatalog ein paar Werte nachgeschaut, Koyo scheint das gleiche System wie Schaeffler zu verwenden: http://www.koyo.com.br/upload/koyo/cat20...arings.pdf (ab Seite A11)
Grüße, Felix
Zitieren
#10
Moin,
um es vorwegzunehmen: Sie läuft!

Hier die Lagerbezeichnung. Von Spiel war beim Einkauf keine Rede. Kann jemand die Bezeichnung entschlüsseln. Das Lager ist verbaut und ich guck nicht nach, wenn ich nicht muss!

   

Ich stelle noch eine Beitrag ein zum Wechseln des Lagers ein. Macht sich in der Suchfunktion bestimmt besser.
Gruß
Andreas
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste