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Vergaser läuft bei Kaltstart über
#1
Hallo zusammen,

heute habe ich die erste Runde mit meiner kürzlich gekauften TW gedreht. Seither stand sie im Mercedes Sprinter.

Beim ersten Startversuch lief der Vergaser über. Ich habe den Choke gezogen und den Benzinhahn anfgemacht, mehr nicht. Also Benzihnhahn wieder zu, und neuer Startversuch, nix. Dann mit geschlossenem Benzihnhahn und nur ganz wenig gezogenem Choke gings. Sie brauchte aber eine lange leerlaufzeit, bis ich den Gasgriff betätigen konnte, ohne dass sie aus ging. Nach 15 Minuten und einigen Neustarts gings dann und ich konnte fahren. Die 20 km Fahrt mit zwei kleinen eingelegten Zwischenstops waren normal.

Jetzt meine Frage. Ist der Kaltstart immer so ein Procedere mit Vergaserüberlauf oder wie ist das bei euch? Ich kann duch nicht nach jeder längeren Startzeit beim Starten eine Benzinpfütze hinterlassen. Wie kann man das abstellen?

Ich kaufe zur Not auch einen neuen, vertig bedüsten und eingestellten Vergaser. Ich will einfach so wie ich es von all meinen Motorrädern kenne, einfach den Benzinhahn aufdrehen und starten können.

Gruß, Peter
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#2
Hallo Peter,

wenn du den Benzinhahn aufdrehst und der Vergaser überläuft, dann stimmt natürlich etwas nicht.
Dann gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Schwimmernadelventil dichtet nicht mehr richtig ab
oder
2. Schwimmer- bzw. Schwimmernadelventil hängen

Bei 1. hilft nur ein Austausch des Schwimmernadelsatzes.
In dem Satz sind eine neue Nadel und ein neuer Sitz, damit alles gut passt.

Sollte es 2. sein, dann hilft in der Not manchmal ein leichter Schlag gegen den Vergaser.
Die Vibration hilft manchmal gegen das hängen.
Aber trotzdem sollte der Vergaser ausgebaut und begutachtet werden. Vielleicht ist irgendwo eine Verschmutzung oder etwas hat sich verklemmt.

Grüße,
Sebastian
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#3
Hallo zusammen,

ohne extra zu suchen, bin ich ein kleines Stück weiter mit meinem Problem.

Wenn man jeden Tag fährt tritt das Problem nicht auf. Man kann den Benzinhan ganz normal aufdrehen, starten und wegfahren.

Wenn die Maschine aber ein paar Wochen unbenutzt steht und mann dann den Benzinhahn aufdreht läuft der Vergaser über. Wenn mann dann den Chock komplett herauszieht und wieder niederdrückt. Ist das Problem scheinbar weg.

Ich volgere daraus, dass wenn die Machine länger steht und das Benzin in der Schwimmerkammer verdunstet ist, der Schwimer unten irgendwo hängen bleibt.

Ich werd also doch den Vergaser mal ausbauen müssen und nachsehen.

Gruß, Peter
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#4
hallo peter

so wie du schon vermutest hast,verdunstet etwas benzin in der kammer und durch zusätzliche
ablagerungen wird sich das schwimmerventil verklemmen.

am  besten mal ne gründliche vergaserreinigung-ultraschall .

wenns dann immer noch auftritt-schwimmerventil erneuern.
grüsse von bernd
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#5
Hallo zusammen,

gestern kamen die bestellten Vergaserteile und heute habe ich sie eingebaut.

Der ausgebaute Schwimmer sa so aus

[Bild: b8qsxl7w.jpg]

Nach dem Reinigen sa er dann so aus

[Bild: osbbh2ju.jpg]

Die neue Schwimmernadel hakte aber trotzdem gelegentlich, soabald der Vergaser sich in richtiger Lage befand.

Das Problem lag daran, dass sich die Schwimmernadel mit der Kante ( roter Pfeil ) auf dem Messingteil ( blauer Pfeil ) minimal verhakte. Das Polieren der Auflagefläche ( Messingteil ) mit 800er Schmiergelpapier brachte keine Besserung.

[Bild: wjwbx4ls.jpg]

Ich habe dann den kleinen zylinderförmigen Kopf der alten Nadel zu einer Halbkugel gefeilt. Das Verhaken war fast komplett weg, aber eben nur fast.

Da ich keinen neuen Schwimmer kaufen wollte, habe ich aus einem 0,05 mm dünnen Edelstahlblech eine Gleitfläche auf dem Messingteil befestigt.
Nun war das Verhaken komplett weg und auch mit der neuen Schwimmernadel im originalzustand war alles wunderbar.

[Bild: jgcxg6m6.jpg]

[Bild: j5kkpole.jpg]

Normalerweise stützen sich ja Schwimmernadeln auf einer Zunge ab. Je nachdem wie man die Zunge etwas nach oben oder unten biegt, ändert sich der Füllstand in der Schwimmerkammen. (so ist es auch in der Reparaturanleitung abgebildet, welche man im Internet findet)

Bei meinem Vergaser stützt sich die Schwimmernadel nicht auf einer Zunge ab, sondern direkt auf dem Messingblech welches die beiden Schwimmer trägt und verbindet.
Etwas höher am Blech ist eine Gabel. Diese dient nur zur seitlichen Führung der Schwimmernadel. Die Schwimmernadel hat einen Art Nagelkopf mit welchem sie in der Gabel eingehängt wird. Wenn man die Füllhöhe verändern möchte, muss man beide Schwimmer am Verbindungsblech verdrehen. Es sieht nicht so aus, als ob das vorgesehen ist.

Die Schwimmernadel hat als Besonderheit innen eine Feder welche den Stützfuß nach außen drückt. Das sieht man, wenn man den Schwimmer nach oben anhebt. Irgendwann steht die Nadel im Nadelventiel oben an und dichtes dieses ab. Den Schwimmer kann man noch 3 mm weiter anheben. Dabei wird der Stützfuß gegen die innenligende Feder in den Nadelkörper gedrückt. Noch komplizierter gings wahrscheinlich nicht.

Links die übliche Konstruktion, wie sie auch in der Repanleitung abgebildet ist. Rechts die Konstruktion von meinem Vergaser.

[Bild: m725pp6g.png]



Nun, letztendlich läuft die Maschine und der Vergaser läuft auch nach langer Standzeit nicht mehr über.

Gruß, Peter
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#6
Muss ich doch die Tage an meiner mal Checken, ob ich da auch was hakendes habe, denn ansich sieht das Ventil gut aus, dennoch nicht dicht.

Gute Idee, danke.
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#7
Schöne Anleitung.
Funktionieren muss es, das ist das wichtigste.
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