Tech Tips
 


Ölwechsel - Filter mit wechseln?

Wenn ein org. Yamaha oder MIW Filter eingesetzt sind, dann sollten diese auf jeden Fall ausgewechselt werden. Denn diese Filter haben eine glatte und somit kleine Filter fläche.
Dagegen sind die Filter von "HiFlo Filtro" ähnlich einem K&N Luftfilter aufgebaut und haben deswegen eine wesendlich größere Filteröberfläche.

Wenn bereits ein HiFlo Filter eingesetzt ist, dann kann dieser wiederverwendet werden. Ich empfehle jedoch, den Filter nur einmal wiederzuverwenden, da die herausgefilterten Metallteilchen den Filter beschädigen können.

Vor dem Wiedereinsetzen des gebrauchten Filters, sollte dieser vorsichtig mit Durckluft von innen nach außen ausgeblasen werden.
Wenn Beschädigungen am Filter zu erkennen sind, dann sollte der Filter unbedingt ausgetauscht werden.
 


Ölwechsel - Welches Öl?

Der altgediente TW Motor, dessen Basis (u.a. XT200, Bj. 1982) weit über 20 Jahre alt ist, braucht kein high tech Öl.
Das günstigte 10W40 Motorrad Motoröl ist hier mehr als ausreichend.
Häufigere Ölwechsel sind für den Motor wesendlich besser, als teueres Öl zu lange im Motor verbleibt.

Wichtig ist nur, dass kein vollsythetisches Motoröl verwendet werden sollte, da dieses zu gute Schmiereigenschaften hat. Und da die Kupplung im Öl "schwimmt", kann es zum Kupplungsrutschen kommen.
Gleiches gilt für Automotoröl. Da hier auch bei teilsynthetischem Öl Additive beigemischt werden, kann dieses Öl auch Kupplungsrutschen verursachen.

Ein weiteres Problem von Automotoröl ist, dass es nicht für die hohen Drehzahlen von Motorradmotoren ausgelegt ist.
Auto -> i.d.R. max. 6.000U/min
Motorad -> max. 10.000U/min (Einzylinder)
Hier kann es passieren, dass der Schmierfilm im Zylinder abreißt und es kann im Extremfall zum Kolbenfresser führen.
 


Ölwechsel - Wie oft?

Im Handbuch ist angegeben, dass der Ölwechsel alle 6.000km erfolgen sollte. Es jedoch besser, wenn dieser alle 3.000km gemacht wird.
Dies wirkt sich wesendlich besser auf die Laufleistung des Motors aus, da Ablagerungen vom Schlacke-Stoffen vermieden werden und Schutzpartikel sowie versäuertes Öls nicht zu lange im Schiersystem bleiben.

Hinweis:
Kleine Mengen von Verbrennungsgasen gelangen immer wieder in das Getriebegehäuse. Da im Benzin kleine Mengen Schwefel enthalten sind, gelangt auch Schwefel in das Öl. Dies führt zu einer Versäuerung des Motoröls. Das hat zur Folge, dass Simmerringe und Dichtungen angegriffen werden.
 


Ölwechsel - Wieviel Öl?

Wenn der TW-Motor komplett leer läuft, dann müssen 1,3l nachgefüllt werden.
Dies ist jedoch nur als Anhaltspunkt zu betrachten. Wenn wenn das Getriebegehäuse nicht leer ist und dann die 1,3l nachgefüllt werden, dann kann es sein, dass zu viel Öl im Motor ist.
Daher zuerst so viel Öl einfüllen, bis der Ölstand bei der max. Kennlinie steht.
Danach den Motor etwas im Leerlauf laufen lassen, bis sich das Öl überall verteilt hat.
Dabei ist zu erkennen, dass der Ölstand abfällt.
Den Motor abschalten und etwas öl nachfüllen. Nun den Motor anlassen und nachsehen, ob der Ölstand bei der max. Markierung steht.
Diese Prozedur sollte solange wiederholt werden, bis der Ölstand bei laufenden Motor auf max. steht.

Diese Extramenge öl sorgt für eine etwas bessere Kühlung des Motors.
 

 
 
Haben Sie weitere Ideen bzw. Vorschläge für Tech Tips, dann schicken Sie eine Mail an info@tw-parts.com.